[Rezension] Moss, Alice - Mortal Kiss (Mortal Kiss, #1)

| 2 Kommentare
Autor: Alice Moss
Reihe: Mortal Kiss #1
Genre: Liebe/Romantik, Fantasy
Preis: 17,99€
Format: Hardcover
Seiten: 348
ISBN: 978-3-86396-018-6
Verlag: Egmont INK

Vielen Dank an den Verlag Egmont INK für die Bereitstellung dieses Buches!

Als ihre Blicke sich zum ersten Mal treffen, steht für Faye die Welt still. Ihr Herz erinnert sich an diesen Jungen, scheint ihn seit einer Ewigkeit zu kennen. Dabei sind sie sich nie begegnet Doch Finn gibt sich distanziert, geht ihr demonstrativ aus dem Weg. Ganz im Gegensatz zu Lucas, der mit Faye flirtet, als gäbe es kein Morgen. Faye weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Und das ausgerechnet jetzt, wo alles um sie herum aus den Fugen gerät: Unheimliche Wölfe streifen durch die Wälder, eine Motorradgang hält die Stadt in Atem und die Polizei findet die Leiche eines Fremden im Schnee. Der Tote trug ein Foto bei sich. Ein Foto von Faye.
Mit meinen eigenen Worten
Die ganze Stadt kann nicht aufhören, über ihn zu reden: Lucas Morrow, Kind der berühmten und steinreichen Mercy Morrow. Liz verguckt sich in ihn und kommt ihn so auch näher, muss aber herausfinden, dass er eher an ihrer Freundin Faye interessiert ist. Diese hat doch eher den mysteriösen Finn im Visier...

Mercy hat etwas Unheimliches an sich. Sie hat etwas vor... Und Faye muss es mit Finn verhindern.

Das Urteil
Ich empfehle allen, die das Buch noch lesen möchten, diese Rezensio nicht zu lesen. Ich habe leider vieles an dem Buch auszusetzen und da dies viele Spoiler beinhaltet, makiere ich sie dieses Mal nicht, da ich sonst sozusagen alles verstecken müsste.

Der Schreibstil von Alice Moss hat wie immer etwas sehr einfaches an sich. Er lässt sich schnell und leicht lesen und beschwert einem die Lesezeit nicht mit schweren Beschreibungen. Doch dennoch: Durch die wenigen (detaillierten) Beschreibungen hat der Roman etwas kurzzeitiges und gefühlloses an sich.

Wieso?
Es fängt zum Beispiel schon einmal damit an, dass mir die Charaktere wegen ihrer Gedankengänge von Anfang an sehr unsympathisch sind. Fayes Freundin Liz verliebt sich in einen Jungen, den sie garnicht kennt und will deswegen auch ihre Freundschaft aufs Spiel setzen. Gleiches gilt für Faye - Sie verliebt sich einfach viel zu schnell in Finn. Natürlich ist da auch noch Lucas, der sich ja sozusagen direkt nach Faye verzehrt. Ich kann es einfach nicht haben, wenn Liebe so Schlag auf Schlag kommt.
Es ist einfach unwahrscheinlich, dass man sein Leben für ein Mädchen/einen Jungen, den man vielleicht - wenn es hochkommt - zwei Wochen kennt aufs Spiel setzt. Das würde doch niemand machen, jedenfalls keiner, der noch bei allen Sinnen ist.

Die Charaktere ansich fand ich anfangs ganz nett. Liz war für meinen Geschmack zwar etwas zu zickig, darum hat mir Faye umso mehr zugesagt. Finn hat etwas an sich, dass mich fasziniert hat, was auch für Mercy gilt. Nur leider fehlt mir hier auch einiges: Die Tiefe, die Authenzität und andere Sachen, die für mich sehr wichtig sind.

Ich bin mir außerdem auch ziemlich sicher, dass ich die Handlung nicht richtig verstanden habe (wenn jemand das Buch besser verstanden hat als ich, wäre ich über eine Aufklärung dankbar :D), weswegen ich in dem nächsten Absatz mit meiner Schätzung natürlich falschliegen kann.
Mercy, Lucas und Finns Mutter, ist etwas sehr Böses. Was sie möchte und wieso sie hinter dem Vater von Finn her ist, weiß ich leider nicht bzw. habe es nicht mehr im Kopf (was ja schon für sich spricht). Die Idee, dass sie Menschen für ihre Unsterblichkeit (bzw. und ihre Sippe?) opfert, ist natürlich sehr grausam. Im Grunde genommen fand ich sie nicht einmal schlecht. Nur leider blieben viel zu viele Fragen offen, auf dessen Antwort ich vergeblichst gewartet habe: Wieso ist Mercy so? Vorallem, was ist sie für ein Wesen? Wieso opfert sie Menschen und was soll ihr das bringen? Wieso sieht Faye wie Eve aus (mir kann doch keiner erzählen, dass man, wenn man von jemanden abstammt, wie Zwillinge aussehen kann)?
Ich denke übrigens auch nicht, dass der zweite Band irgendwie Aufklärung liefert da das Ende ziemlich offensichtlich war.

Denn eben genau dieses Ende war für mich sehr fragwürdig. Das Konzept des Endes fand ich eigentlich interessant (und furchtbar romantisch): Finn und Faye müssen ihre Liebe (wenn man es so nennen kann) für die Stadt opfern. So können sie Mercy aufhalten und die Menschen, die unter ihrem Bann stehen, retten.
Am Ende muss sich jemand anders opfern. Annwn will Mercy, da diese so starke Gefühle hat.
Dann opfert sich auch noch Joe. Wovon, meiner Meinung nach, in der Szene, in der das passiert, nie ein Wort geredet wird. Nachher ist er einfach futsch, weg, nachdem Finn und Lucas sich zusammentuen, da die beiden ja jetzt garkeine Elternteile mehr haben (übrigens durch die Tatsache, dass sich die beiden über alles hassen, natürlich SEHR realistisch).

Mein Fazit: Alice Moss' Buch Mortal Kiss hat mich nicht überzeugen können. Die übertrieben schnell gewachsene Liebe und die eher fadenscheinige Handlung zeugen davon, dass ich dieses Buch natürlich nicht empfehlen kann.




Die Reihe
Mortal Kiss (OT: Mortal Kiss)
Titel noch unbekannt (OT: Fool's Silver)

Kommentare:

  1. meine Rezi ist noch nicht fertig, aber ich kann deine verstehen :]
    also mercy opfert die menschen an diese annwn, damit sie ewig jung bleibt und eben 'unsterblich' ist. und faye sieht eve einfach ähnlich, weil sie ja verwandt sind. halt so wie bei vampire diaries und weil es ja irgendwie das schicksal von finn ist. irgendwie so xD
    so schlecht fand ich das buch im nachhinein nicht und werde vll den zweiten band lesen. ich habe noch hoffnung, denn die idee fand ich toll. es ist einfach schade, dass so wenig auf diese magie und mercy selber eingegangen wird. das mit den 'werwölfen' war mir auch zu flau. schade.
    ich fand liz total schrecklich, sie ging mir richtig auf den keks. auch faye war sehr gewöhnungsbedürftig. dafür mochte ich lucas mehr oder weniger.
    joa. ich hoffe, ich konnte es dir etwas erklären :]

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  2. Ich blick da irgendwie nicht durch. Danke für die Erklärung, das mit Mercy verstehe ich noch ein bisschen mehr.

    Aber das mit Faye und Eve? Ich finde zwar, dass das eine gute Idee ist: Aber ich frage mich echt, wie passiert denn sowas? Ich sehe ja auch nicht wie meine Ururururururoma in den jungen Jahren aus (also exakt oder so).

    Die Charaktere waren wirklich etwas... gewöhnungsbedürftig. Ich werde dem zweiten Band vielleicht auch noch eine Chance geben.

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