[Rezension] Nadol, Jen - The Mark (The Mark, #1)

| 5 Kommentare
Autor: Jen Nadol
Reihe: The Mark #1
Genre: Liebe/Romantik, Fantasy
Preis: 12,99€ (Hardcover)
Seiten: 228
Verlag: Bloomsbury
ISBN: 978-1-59990-431-3


Cassandra Renfield has always seen the mark—a glow around certain people reminiscent of candlelight. But the one time she mentioned it, it was dismissed as a trick of the light. Until the day she watches a man awash in the mark die. After searching her memories, Cassie realizes she can see a person’s imminent death. Not how or where, only when: today.
Armed with a vague understanding of the light, Cassie begins to explore her “gift,” seeking those marked for death and probing the line between decision and destiny. Though she’s careful to hide her secret—even from her new philosophy-obsessed boyfriend—with each impending death comes the temptation to test fate. But so many questions remain. How does the mark work? Why is she the only one who sees it? And finally, the most important of all: If you know today is someone’s last, should you tell them?
Rezension:
Als Cassie dieses merkwürdige Glühen an den Kindern eines Kindergartens gesehen hat, wusste sie nicht, was mit ihnen passiert. Genauso wusste sie nicht, was mit der Zimmernachbarin ihrer Oma im Krankenhaus passieren sollte. Bis sie eines Tages erfährt, dass sie wenige Stunden später gestorben ist - so sagte ihre Oma. Sie kann sehen, wenn jemand sterben wird.

Cassie kommt nicht gut mit ihrer Fähigkeit klar und fragt sich oft, ob sie demjenigen nicht sagen soll, das er bald sterben wird. Nachdem ihre Oma gestorben ist, muss sie für drei Monate für ihre Tante und arbeitet dort solange in einem Café, dem Cuppa, wo sie auch Lucas kennenlernt. Lucas ist eine Art Lehrerhelfer auf dem College, auf dem sie sich nach einer Zeit in einen Philosophiekurs einschreibt. Wie soll sie nur mit ihrer Fähigkeit klarkommen? Was hat es außerdem mit ihrer Fähigkeit auf sich, vorallem mit dem mysteriösen Tod ihrer Mutter? Es dauert außerdem nicht lange, bis sie auf einer anderen geliebten Person das Glühen sieht - und es zu verhindern versucht...


Der Schreibstil ist mal wieder nicht wirklich bemerkenswert. Ich konnte ihn gut lesen und habe mich nie über lange Beschreibungen (oder zu kurze) geärgert, besonders aufgefallen durch zum Beispiel tolle poetische Metaphern ist er mir dann auch nicht.

Zu dem Buch kann ich eins sagen: Hypothetisch. Hypothetisch, hypothetisch, hypothetisch. Wen sowas nervt (ich gebe zu - mich hat es manchmal auch geärgert) sollte die Finger von dem Buch lassen. Cassie geht in ihrer Zeit mit ihrer Tante in einen Collegekurs über Philosophie, um ihr die Zeit zu vertreiben und deswegen sind so welche Fragen wie zum Beispiel "Was wäre passiert, wenn ich nicht eben dieses Eis gegessen hätte und stattdessen einen Hamburger?" vorprogrammiert. Eigentlich finde ich sowas nicht schlecht, in The Mark kam das aber für mich - leider - zu oft vor. Ständig hat sich Cassie gefragt, was zum Beispiel der und der berühmte Philosoph darüber denken würde. Was sich aber natürlich dann darauf bezieht, ob Cassie demjenigen, an dem sie das Mark sieht, sagen soll, dass er bald sterben wird.
Für mich war es auch stellenweise schwierig, die "Ideen" der Philosphen zu verstehen. Cassie erklärt zum Beispiel, dass die Person XY, berühmter Philosoph, zum Beispiel sagte, dass wenn XY die Straße überquert im nachhinein nicht mehr die Chance hat, seine Meinung zu ändern (Nur erfunden).
Wo ich einfach nicht hintergestiegen biun. Ich weiß nicht ob das an dem Buch liegt, es kann aber auch an mir liegen. Ich bin eher eine Person, die nicht darüber nachdenkt, was passiert wäre, wenn ich eine andere Abzweigung an einer Kreuzung genommen hätte und kann mich auch deswegen nicht immer gut in dieses Was-wäre-wenn von Cassie hineinversetzen. Wer aber vielleicht selber sich mit Philosphie beschäftigt, bei dem mag das vielleicht anders sein. Demjenigen würde ich das Buch sowieso näher legen - für mich war das nach einer gewissen Zeit nur noch anstrengend.
Hinter Cassies Fähigkeit steckt natürlich auch noch eine Art Grund, den ich wirklich interessant fand. Es gibt in der griechischen Mythologie drei Schwestern, die für den Tod zuständig sind (?) und Cassie soll eine Nachfahrin von dennen sein. Wieso das Fragezeichen? Leider fand ich die Erklärung ziemlich verwirrend, vorallem weil die ganzen Informationen über diese Schwestern alle auf einen Schlag kommen. Wirklich schade.


Ich würde jetzt gerne etwas anderes sagen, aber leider war das Buch auch noch vorhersehbar. Ich konnte meistens sagen, dass Cassie auf Person XY das Glühen sehen wird. Für mich war es so also nicht wirklich eine Überraschung, als ihre Oma stirbt (und sie eben davor das Glühen um sie herum sieht). Toll und eher überraschend fand ich dafür die Geschichte ihrer Mutter, auch was ihre Mutter (also Cassies Oma) damit zutun hatte. Ich konnte mich wirklich gut in die Mutter hineinversetzen und konnte deswegen auch verstehen, wieso sich Cassie mit ihrer Gabe so "unwohl" fühlt.


Ich will nicht unbedingt sagen, dass die Charaktere einfallslos waren - was sie wirklich nicht waren - besonders facettenreich waren sie aber auch nicht. Es hat mir an The Mark sehr gefallen, dass Cassie für sich selber denkt und sich nicht an Lucas, einen Jungen den sie kennenlernt und mit dem zusammenkommt, "hängt". Sie ist nicht wirklich beeinflussbar und beharrt auf ihrer Meinung.
Auch wenn der Tod von Cassies Oma vorhersehbar war, fand ich die Beziehung zwischen den beiden wirklich süß. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie sie einen Tee mit Schuss für Cass gemacht hat, wenn es ihr schlecht ging und sie tröstete, besonders wenn sie einen Menschen durch das Glühen hat sterben sehen. Cassie hat mir in vieler Hinsicht deswegen sehr leid getan - Wer will schon die Fähigkeit haben, zu wissen, wann jemand stirbt? Ich könnte niemals entscheiden, ob ich demjenigen die Nachricht mitteilen würde. Fair wäre es eigentlich schon, aber würde derjenige mir auch glauben? Und nicht für eine Verrückte halten? - Was, übrigens, auch eine große Frage in The Mark war.

Mein Fazit: The Mark hat mich zwar wegen Cassies Fähigkeit ein wenig an die Soul Screamer Reihe von Rachel Vincent erinnert, dennoch hat mich das Buch von alleine beigeistert. Ich habe Cassie von anfangan mitgefiebert und immer gehofft, dass sie am Ende mit ihrer Gabe klarkommt. Zwar fand ich den Grund ihrer Gabe (grieschiche Mythologie) relativ verwirrend und auch nach einer Zeit konnte ich auch vorhersagen, wer als nächstes sterben soll bzw. auf wem sie den "Schein" sieht, dennoch konnte ich darüber hinwegsehen (mit zwei zugedrückten Augen). Vier von fünf Sternen, eher 3,5.




Informationen zur Reihe:
1. Band: The Mark
2. Band: The Vision
3. Band: The Touch

Cover:
Das Cover finde ich eigentlich ganz hübsch, nur leider stört mich das Gesicht am unteren Teil des Covers irgendwie. Ich hätte es viel, viel schöner gefunden, wenn nur die Pusteblumen auf dem Cover gewesen wären. Man kann ja aber bekanntlich nicht immer alles haben.

Die Autorin:
Jen Nadol ist in Pennsylvania (Reading), wo auch Taylor Swift, John Updike und A.S. King aufgewachsen sind. Sie ist zu einem College in Washington DC gegangen und lebt nun in New York City mit zwei Söhnen und ihrem Mann.

Kommentare:

  1. Hört sich sehr interessant an.
    Das Cover liebe ich und bin dadurch auch auf das Buch aufmerksam geworden. Aber ich frage mich warum im Moment fast alle neuen Bücher Teil einer Serie sein müssen und warum viele YA Bücher so kurz und doch so relativ teuer sind.

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  2. @Sabrina:
    Ich kann es dir nur empfehlen!

    Das Cover ist wirklich schön, ich hätte es auch behalten, wenn ich es nicht schon vertauscht hätte. Naja.
    Ich hätte auch, ganz ehrlich, nicht 13€ für so ein Buch ausgegeben. Das ist für 230 Seiten wirklich viel zu happig, aber naja, man kann ja nichts daran ändern. Mich wundert das vorallem weil englische Bücher doch eigentlich so günstig sind?

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  3. Wow, das Cover ist so schön!! Schon deshalb muss ich es lesen. ;)
    Aber der Inhalt ähnelt leider stark anderen Büchern, wie z.B. Bodyfinder.

    Übrigens: Ich hab' dir irgendwann mal einen Award verliehen, aber du hast den, glaube ich, noch nicht angenommen...^^

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  4. Hm. Ich muss sagen, der Klappentext klingt wie eine Mischung aus "Bodyfinder" und "Numbers", was wirklich interessant werden könnte, aber von deiner deiner Rezi bin ich jetzt erstmal etwas abgeschreckt ;)

    P.S: Bei der ABC-Challenge-Seite wurden ein paar Fragen gestellt, darunter auch eine, deren Antwort mich interessieren würde. Könntest du da vielleicht mal schauen? :)

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  5. @Literaturressort: Ich fand es aber aufjedenfall besser als Bodyfinder. Ich fand das Buch ja eher schlecht und deswegen hat mich das Buch auch wahrscheinlich nicht so sehr daran erinnert. Eher an My soul to take, da die Protagonistin da ja auch ein ähnliches Signal wie Cassie wahrnimmt. Auch wenn es nicht ganz an My soul to take rankommt ;)

    Ach, DU WARST DAS!! Ich suche den schon seit Ewigkeiten in meinen Kommentaren und finde den Link nie. Tut mir sehr, sehr leid, ich beantworte das aufjedenfall noch.

    @Cherry: Beides waren für mich Bücher, die aufjedenfall schlechter als dieses wären. Bodyfinder war für mich eher so eine drei und Numbers fand ich ja schrecklich, wegen dieser doofen Jugendsprache. Aber naja :) Du kannst es mal versuchen, vielleicht gefällt dir das, was ich genannt habe, ja garnicht auf :)

    Meinst du das mit dem X? Ich habe der Person nachher auf dem Blog geantwortet, da ziemlich verpennt habe, zu antworten. XVI zählt dann übrigens als X.

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