[Rezension] Nachtlilien von Siri Lindberg

| 5 Kommentare
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Grundinformationen
Autor? Siri Lindberg
Wann erschienen? 2010
Original? -
Reihe? -
Preis? 19,90€ (Hardcover)
Seitenanzahl? 590
ISBN? 978-3-492-70215-7
Verlag? Piper

Mit meinen eigenen Worten
Kurz nachdem Jerusha sich mit Dario verlobte, ruft ihre Großmutter sie zu einem Gespräch. Dort erfährt sie, dass ihre Familie verflucht ist... und dieser Fluch besagt, dass jede Frau des Clans KiTenaro ihren Mann verraten muss. Auch schon ihre Mutter, so wie ihre Großmutter, haben ihren Mann dadurch verloren.

Da Jerusha nicht das gleiche Schicksal mit Dario haben möchte, geht sie auf die Reise und sucht einen Weg um den Fluch zu lösen. Ob die Liebe zwischen Dario die lange Zeit, in der die junge Bildhauerin weg sein wird, überstehen wird? Vorallem stellt sich die Frage: Ist es überhaupt möglich, den Fluch zu lösen? 

Das Urteil
Auch wenn ich nicht sagen kann, dass der Schreibstil von Siri Lindberg schlecht war, hat irgendetwas an ihm mir das Buch gründlich versaut. Ich habe einfach viel zu lange für eine Seite gebraucht, was aber auch an dem wirklich sehr kleinen Textbild liegt. Da ich eine Person bin, die nicht lange an einem Buch festhängt (da kann die Geschichte auch noch so gut sein) und deswegen hat mich Nachtlilien auch einige Nerven gekostet.

Die Geschichte fängt für mich schon mit einem Schwachpunkt an. Jerusha bekommt kurz nach ihrer Verlobung gesagt, dass über dem KiTenaro Clan ein Fluch liegt, der besagt, dass alle Frauen ihre Männer verraten müssen. So haben auch schon ihre Mutter und Großmutter ihre Männer verloren. Komisch war dann aber der Grund, wieso sie verflucht wurden.
Angeblich soll Jerushas Großmutter einen Gast in ihrer ehemaligen Gaststätte falsch behandelt hat. Er hat anscheinend ein paar unverschämte Sachen gesagt und daraufhin hat sie ihn herausgeschmissen. Dem Mann, den Jerusha später finden will, hat das garnicht gefallen und so legte er den Fluch über ihre Familie.

Auch wenn man den Typen, der sie verflucht hat, im Laufe des Buches kennenlernt - ich kann es kaum glauben, dass er nur wegen so einer kleinen Unannehmlichkeit eine ganze Familie in das Unglück stürzt. Natürlich ist der Mann kein netter Geselle. Aber trotzdem hatte ich den Eindruck, dass er so was nicht machen würde, wobei ich auch ernsthaft bezweifle, dass das überhaupt jemand machen würde.
Zudem muss ich auch sagen - wie kommt man denn, wenn man unfreundlich behandelt wird, dazu einen Fluch über das Liebesleben der Person zu legen? Ich hätte da eher daran gedacht, die Gaststätte zu verfluchen, dass bspw. keine Gäste mehr kommen.

Man muss insgesamt sagen, dass in dem Buch die Sachen erstaunlich schnell kommen. Mir kam vieles in gewisser Weise unüberlegt vor. Als hätte die Autorin bei diesen Sachen nicht lange genug nachgedacht, um einen plausiblen Grund dafür zu finden. 

Sonst muss ich aber sagen, dass mir die Geschichte ganz gut gefallen hat. Auch wenn der Entschluss, den Fluch lösen "zu gehen" von Jerusha sehr plötzlich und meiner Meinung nach zu unüberlegt kam, hat es mir sehr viel Spaß gemacht sie bei der Suche nach der Lösung zu begleiten. Siri Lindberg hat es, trotz der Kritikpunkte, die ich zuerst genannt habe, auf jeden Fall geschafft, mich in die zauberhafte Welt Jerushas hineinzuversetzen. 

Eine Sache ist mit dann aber leider noch negativ aufgefallen. Auf ihrem Weg wird Jerusha von einem Mann, der ihr eigentlich mit Geld und einem Auftrag für eine Büste retten will, vergewaltigt. Meinem Twittergespräch mit Lucina und Elena zu entnehmen, war ich nicht die Einzige die diese Szene ein bisschen fragwürdig fand. Auch später wird der Vergewaltigung ziemlich viel Beachtung geschenkt. Weiter bringt sie Jerusha in dem Wunsch, den Fluch zu lösen, jedoch nicht. Auch Jerushas langer Wunsch darüber nicht mit Kiéran zu reden hat mich reichlich stutzig gemacht.

Eine Sache, die Siri Lindberg noch toll in Szene gesetzt hat, waren die Charaktere. Ich konnte mich sehr gut in Jerusha hineinversetzen, jedenfalls bei den meisten Sachen. Jedes Mal wenn sie von ihrer Schwester Liri erzählt hat, hatte ich Tränen in den Augen... genauso ging es mir bei der tragischen Geschichte von Kiéran.

Mein Fazit
Siri Lindbergs Nachtlilien war für mich sehr durch den Schreibstil und vorallem das Textbild geprägt. Wäre das ein bisschen anders gewesen, hätte ich dem Buch sicherlich noch mehr Punkte geben können. Doch auch durch die anderen Schwachpunkte, wie zum Beispiel dem Fluch ansich, kann ich dem Buch keine hohe Wertung geben.

Kommentare:

  1. mmmmmhhhhhhhhh :O
    ich hab bisher NUR gutes über das buch gehört und habs selber noch auf dem sub...das klingt mal so gar nicht nach einem buch für mich...

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    1. Ich wünsche dir mal Glück, dass du es anders siehst als ich :/

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  2. Vielen Dank für die Rezi. Das klingt eher so, als sollte man besser die Finger davon lassen. Schade, dass mal wieder eine gute Idee schlecht umgesetzt wurde.

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  3. Ach schade, dass es dir nicht gefallen hat. Ich mochte das Buch damals schon :) Aber st ja alles Geschmackssache ;)

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