[Rezension] Ockler, Sarah - Twenty Boy Summer

| 4 Kommentare
Autor: Sarah Ockler
In Deutsch: Die Sterne leuchten immer noch, cbt
Reihe: -
Genre: Liebe/Romantik, Drama
Preis: 6,40€ (Taschenbuch)
Seiten: 290
Verlag: Little Brown
ISBN: 978-0-316-05158-3


Beschreibung:
"Don't worry, Anna. I'll tell her, okay? Just let me think about the best way to do it."
"Okay."

"Promise me? Promise you won't say anything?"
"Don't worry." I laughed. "It's our secret, right?"

According to her best friend Frankie, twenty days in Zanzibar Bay is the perfect opportunity to have a summer fling, and if they meet one boy every day, there's a pretty good chance Anna will find her first summer romance. Anna lightheartedly agrees to the game, but there's something she hasn't told Frankie---she's already had that kind of romance, and it was with Frankie's older brother, Matt, just before his tragic death one year ago.

Rezension:
In Twenty Boy Summer von Sarah Ockler geht es un Frankie und Anna, die gemeinsam mit Frankies Eltern Jayne und Red nach Zanzibar Bay fahren um dort einen unvergesslichen Sommer zu haben. Vor einem Jahr ist Frankies Bruder - der beste Freund von Anna und ihr - bei einem Autounfall gestorben, in den auch die beiden Mädchen einbezogen waren. Sie überleben es aber.
Anna war schon ihr Leben lang in Matt verliebt und an ihrer Geburtstagsfeier küssen sich die beiden das erste Mal. Sie muss Matt versprechen, nichts zu seiner Schwester zu sagen, da er Angst, hat wie sie reagiert und daraufhin treffen die beiden sich mitten in der Nacht, wenn alle schlafen. Sie werfen sich sehnsuchtsvolle Blicke zu, wenn die beiden Familien sich treffen und niemand anguckt.

Und jetzt ist Matt tot. Und sie hat ihm geschworen, das Geheimnis zu halten - oder? Darf sie jemanden davon erzählen oder muss sie stillschweigen halten, weil sie Angst hat, ihn zu enttäuschen?
Als Frankies Mutter Anna mit in ihren Urlaub einläd, beschließen die beiden Mädchen Annas Jungfräulichkeit in Angriff zu nehmen (Frankie hatte  ihr erstes Mal schon - mit einem Austauschschüler namens Johan) und daraus wird dann schnell eine Wette. Wer zuerst zwanzig Jungen klar macht, hat die Wette gewonnen. Bis die beiden Mädchen Sam und Jake kennenlernen.
Auch wenn Anna sich vorgenommen hat, nie wieder einen anderen Jungen zu lieben, kommt sie Sam doch sehr nahe. Kann sie Matt vergessen? Vorallem: Darf sie Matt vergessen?


Twenty Boy Summer ist in der Ich-Perspektive von Anna geschrieben. Es gibt Stellen, in dennen Anna über Matt nachdenkt oder Situationen aus der Vergangenheit mit ihm nacherzählt (eigentlich alles was mit Matt zutun hat) und die sind ziemlich poetisch. Besonders die Beschreibungen des Meeres haben mich fasziniert, die Begeisterung, mit der Matt von ihm gesprochen hat.
Wenn es mit der eigentlichen Handlung weitergeht, dann merkt man schon, dass es sich dort um ein Jugendbuch handelt. Ich fand den Schreibstil ganz okay, begeistert hat er mich aber nicht. Manche Stellen wurden für meinen Geschmack auf viel zu sehr ausgerollt. Ich weiß natürlich nicht, wie es ist, wenn ein geliebter Mensch stirbt und man damit fertig werden muss, aber in dem Buch werden die Gefühle von verschiedenen Personen (vorallem natürlich von Anna) stellenweise sehr ausgerollt und langatmig gemacht.

Eins fand ich an den Beschreibungen gut, nämlich, dass ich mir Zanzibar Bay richtig gut vorstellen konnte. Man kann sich auch gut in die Charaktere hineinversetzen und auch wenn sie nicht gerade die Orginellsten sind, habe ich Frankie und Anna sehr ins Herz geschlossen.

Wie gesagt, ich kann natürlich nicht nachvollziehen wie es ist, wenn ein geliebter Freund bzw. Bruder stirbt. Aber dennoch konnte ich mich gut in die Charaktere hineinversetzen. Wieso Frankie sich so verändert hat und vorallem wieso Anna nicht weiß, ob es okay ist, ihr Geheimnis zu verraten. Sie hat Matt immerhin ein Versprechen gegeben und da sie Matt über alles geliebt hat, will sie dieses Versprechen natürlich nicht brechen. Auch wenn Matt tot ist, ein Versprechen bricht man doch nicht, oder?
Besonders die Beschreibungen an Zanzibar Bay haben mir klargemacht, dass Jayne, Red und Frankie immernoch trauern. Ich kann auch sehr gut verstehen, dass sich Anna wie eine Aussätzige fühlt - Wenn die anderen nicht wissen, wie sie mit ihm in Verbindung stand, ist es dann nicht etwas komisch, soviel zu trauern?

Die Freundschaft zwischen Frankie und Anna habe ich manchmal nicht wirklich verstanden, vorallem weil beide so verschieden sind. Frankie ist nach dem Tod von Matt ja eher zu einer Tusse geworden und Anna scheint mir eher eine bodenständige Person zu sein.
Ich kann natürlich auch falsch liegen. Aber ich fand es irgendwie unrealistisch, dass eine Person wie Anna zu der Twenty Boy Summer-Wette zustimmt. Dass sie dann nicht wirklich auf die Wette "achtet" hat mich nicht wirklich überrascht. Vielleicht hätte man das einfach weglassen können, was aber bedeutet hätte, dass der Titel nicht mehr passt. Gerade deswegen finde ich die Beschreibung nicht unbedingt passend. Die Beschreibung hat mir eher das Gefühl gegeben, dass es eher ein leichteres Buch ist und das ist es auf garkeinen Fall.

Was für mich noch besonders süß war, war die Idee mit den Sea glasses. Ich bin ganz ehrlich: Ich verstehe meistens nicht unbedingt alles in englischen Büchern und schaue extra nicht immer alles nach, so ist mir dann auch dieses Wort "Sea Glass" aufgefallen. Ich habe es für Muscheln oder so gehalten.
Aber anscheinend gibt es in den USA ein Hobby, bei dem man vom Meer abgestumpfte und bunte Glasscherben sammelt.
Matt und Frankie haben in Zanzibar Bay immer Sea Glasses zusammen gesammelt. Frankie hat eine und Matt hatte auch eine, die Idee, was nachher mit Matts Kette passiert finde ich besonders schön. Irgendwie hat das die drei noch im "nachhinein" verbunden - Auch Anna sammelt nachher Sea Glasses.

Mein Fazit:
Ich kann das Buch nicht so recht einordnen. Auf der einen Seite konnte ich mich wirklich gut in die Charaktere hineinversetzen und stellenweise war es sogar ein bisschen spannend. Die langatmigen Beschreibungen haben mich aber stellenweise auch dazu gebracht, mal ein paar Seiten zu überspringen, was ja auch schon für die Spannung spricht. Ich komme nicht recht darauf - Aber irgendwas fehlt mir in dem Buch. Deswegen kann ich dem Buch auch nur gutgemeinte drei Schmetterlinge geben. Ich würde es nicht unbedingt weiterempfehlen, wen aber die Beschreibung interessiert, kann es gerne mal versuchen. Man sollte nur nicht zuviel von dem Buch erwarten.






Das Cover:
Das Taschenbuchcover ist das gleiche wie das Hardcover. Bei dem Taschenbuch ist oben nur ein weißer Streifen mit einem Blurb drauf (Nennt man das eigentlich so?).
Auch wenn die beiden Cover eigentlich identisch sind, finde ich das Hardcover noch ein bisschen besser. Ich mag es einfach nicht wenn Cover mit irgendwelchen Werbesprüchen verunstaltet werden und gerade deswegen, weil das Cover so wunderschön ist und so toll zu dem Inhalt passt, finde ich die Empfehlung von dieser Autorin unpassend. Irgendwie zerstört das für mich die "Atmosphäre" des Covers ;)






Die Autorin:
Sarah Ockler schrieb und illustrierte ihr erstes Buch mit sechs, eine Adaption von Steven Spielbergs E.T. Sie schreibt nun YA-Bücher. Nachdem sie mehrere Jahre zwischen New York und Denver hin und her gewandert ist, wohnt sie nun mit ihrem Mann in New York (mit vielen Büchern und einer unendlichen Sammlung von Sea Glasses).

Kommentare:

  1. Ich bin gerade total vom Cover hingerissen o.o

    AntwortenLöschen
  2. Da gehen unsere Meinungen ja gar nicht so weit auseinander.
    Allerdings bin ich froh, es auf Englisch gelesen zu haben, denn 1. bin ich mir nicht sicher, ob es mir auf Deutsch nicht zu "schnulzig" geworden wäre und 2. wären mir knapp 17 Euro doch ein wenig zuviel für so ein ein Buch gewesen.

    AntwortenLöschen
  3. @Cherry: Ich finde das auch sooo schön, ich glaube, das es als Hardcover noch viel toller ist. Wegen dem scheiß Werbespruch :D Schon allein das Cover hätte mich zum kaufen gebracht, wenn ich es nicht so schon geschenkt bekommen hätte :D

    @lettersalad: Jap.
    Ich denke auch das es in Deutsch sicherlich anders rübergekommen wäre als in Deutsch. Das Cover gefällt mir im deutschen auch überhaupt nicht, weswegen ich das Buch eher nicht beachten würde. 17€ sind auch schon viel für so ein Buch (mich würde mal interessieren wieviele Seiten das im deutschen hat, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass die sich für ein Buch mit 320 Seiten 17€ verlangen...).

    AntwortenLöschen
  4. *ich meine natürlich: Ich denke auch das es in Deutsch sicherlich anders rübergekommen wäre als in ENGLISCH xD

    AntwortenLöschen